Tariflohn Bau 2026: +3,9% und die historische Ost-West-Angleichung
9. Juni 2026 · 3 min
Zum 1. April 2026 ist im Bauhauptgewerbe etwas passiert, das man ohne Übertreibung historisch nennen darf. Die Löhne im Westen sind um 3,9 Prozent gestiegen, und im selben Schritt wurden die Löhne im Osten an das Westniveau angeglichen. Mehr als fünfunddreissig Jahre nach der Wiedervereinigung verdient ein Bauarbeiter in Sachsen für dieselbe Arbeit dasselbe wie sein Kollege in Niedersachsen. Das ist eine gute Nachricht, und sie hat eine Rechnung im Schlepptau.
Denn beide Bewegungen, der Aufschlag im Westen und die Angleichung im Osten, zeigen in dieselbe Richtung: Die Stunde auf der Baustelle ist teurer geworden. Der Mindestlohn der Lohngruppe 2 liegt nun bei 17,34 Euro, und der zugrunde liegende Tarifvertrag läuft noch bis Anfang 2027. Die neuen Zahlen begleiten Sie also eine Weile.
Wenn jede Stunde mehr kostet, dann kostet auch jeder Fehler in der Zeiterfassung mehr. Das ist die unbequeme Logik dahinter. Eine vergessene halbe Stunde, eine Stunde auf der falschen Baustelle verbucht, eine grosszügig aufgerundete Zeit: Bei niedrigeren Löhnen verschwand das im Rauschen. Bei den Sätzen von 2026, über das Jahr und über die Kolonne gerechnet, wird daraus eine Summe, die Ihre Kalkulation spürbar belastet.
Und auf einer Baustelle ist dieses Rauschen eher die Regel als die Ausnahme. Der Tag beginnt im Magazin, dann die Fahrt, dann die Arbeit, vielleicht ein Wechsel auf eine zweite Baustelle, abends zurück. Wer soll das alles, in dem Moment, in dem es geschieht, sauber auf einen Zettel bringen? Niemand. Also wird es verschoben, und am Abend ist der Stundenzettel bereits eine Erinnerungsleistung, keine Messung.
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Für einen Baubetrieb genügt es nicht zu wissen, wie viele Stunden insgesamt geleistet wurden. Sie müssen wissen, welche Stunde zu welcher Baustelle gehört. Nur so lässt sich ein Auftrag sauber kalkulieren, nur so wissen Sie, ob eine Baustelle Gewinn abwirft oder still zuschiesst. Eine Gesamtsumme ohne Zuordnung ist eine Zahl ohne Aussage.
Genauigkeit schützt beide Seiten
Man kann die teurere Stunde auch als Anlass sehen, endlich genau zu werden. Und Genauigkeit ist kein Selbstzweck, sie schützt beide Seiten. Der Arbeiter bekommt die Stunden bezahlt, die er wirklich geleistet hat. Der Betrieb kann bei einer Prüfung oder einem Streit zeigen, dass korrekt abgerechnet wurde, zum richtigen, allgemeinverbindlichen Satz. Das Problem war nie die Genauigkeit. Das Problem war, sie mit einem Zettel erreichen zu wollen.
Stunden über mehrere Baustellen abends aus dem Kopf zu verteilen, ist wie Wechselgeld für einen ganzen Tag aus dem Gedächtnis herauszugeben. Es kommt eine Zahl heraus. Aber kein Kaufmann mit Verstand würde so arbeiten.
Die Stunde dort erfassen, wo sie entsteht
Was ein Baubetrieb braucht, ist eine Erfassung, die den Tag in dem Augenblick festhält, in dem er abläuft, und ihn der richtigen Baustelle zuordnet, ohne dass jemand abends Spalten sortiert. Die Zuordnung muss von selbst passieren, sonst passiert sie ungenau.
Genau dafür ist GeoTapp gebaut. Mit Geofencing erkennt das System, dass eine Kolonne auf der Baustelle eintrifft und sie verlässt, und die Zeit wird der richtigen Baustelle zugeordnet. Ein Tipp zum Starten, ein Tipp zum Beenden, geolokalisiert und unveränderbar festgehalten. Die Stunden stimmen, und sie stimmen pro Baustelle, nicht nur in der Summe.
Die neuen Baulöhne gelten, daran ändern Sie nichts. Was Sie ändern können, ist Ihre Fähigkeit zu sagen, welche Stunde der letzten Woche zu welcher Baustelle gehörte. Wenn diese Antwort Mühe macht, sehen Sie hier, wie sich Stunden der richtigen Baustelle zuordnen lassen.
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