GPS und Mitarbeiterüberwachung in Serbien: Was Sie für die Konformität brauchen

Aktualisiert am 15. Juni 2026

Was Sie brauchen

Für jede Pflicht sagen wir Ihnen, ob sie in diesem Land gilt: Ja bedeutet verpflichtend, Kommt darauf an nur in bestimmten Fällen, Nein nicht erforderlich.

  • Detaillierte und vorherige Information der Beschaeftigten (LPDP Art. 23)

    Javerpflichtend

    Beschaeftigte, die die Fahrzeuge nutzen werden, muessen ausfuehrlich ueber die Verarbeitung informiert werden: Verantwortlicher, Zwecke, Rechtsgrundlage, Empfaenger, Speicherdauer und Rechte.

    Legge sulla protezione dei dati (LPDP, 87/2018) - testo ufficiale

  • Genehmigung oder vorherige Registrierung bei einer Behoerde vor der Installation

    Neinnicht erforderlich

    Das LPDP spiegelt das Rechenschaftsmodell der DSGVO wider: die alte Registrierung wurde abgeschafft.

    Poverenik (Garante serbo), competenze e contatti

  • Grundlage = berechtigtes Interesse mit dokumentierter dreiteiliger Pruefung, nicht Einwilligung

    Javerpflichtend

    Grundlage ist das berechtigte Interesse des Arbeitgebers, das klar definiert, mit einer dreiteiligen Pruefung dokumentiert und dem Beschaeftigten mitgeteilt werden muss; die Einwilligung im Arbeitsverhaeltnis ist die schwaechste Grundlage.

    PR Legal, GPS sui veicoli aziendali (lista DPIA, voce monitoraggio dipendenti)

  • Keine kontinuierliche Ortung (schwerwiegender Eingriff); nur Arbeitszeit und Zweck

    Javerpflichtend

    Fuer den Poverenik ist die kontinuierliche GPS-Ueberwachung ein schwerwiegender Eingriff in die Privatsphaere, da sie eine Echtzeitverfolgung von Bewegungen und Verhalten ermoeglicht; pauschale Rechtfertigungen mit dem Schutz von Vermoegenswerten werden abgelehnt.

    Legge sulla protezione dei dati (LPDP, 87/2018) - testo ufficiale

  • Folgenabschaetzung (DSFA) und vorherige Stellungnahme des Poverenik fuer die Ueberwachung von Beschaeftigten ueber Apps oder Ortungssysteme (Liste, LPDP Art. 54)

    Javerpflichtend

    Die Verarbeitung von Beschaeftigtendaten ueber Apps oder Systeme, die deren Arbeit, Bewegungen und Kommunikation verfolgen, steht auf der Liste, die eine Folgenabschaetzung erfordert; fuer diese Verarbeitungen muss der Verantwortliche vor Beginn die DSFA durchfuehren und die Stellungnahme des Poverenik einholen.

    Legge sulla protezione dei dati (LPDP, 87/2018) - testo ufficiale

Das Verfahren, Schritt für Schritt

  1. 1

    Definieren und dokumentieren Sie das berechtigte Interesse mit einer dreiteiligen Pruefung.

  2. 2

    Informieren Sie die Beschaeftigten, die die Fahrzeuge nutzen werden, ausfuehrlich (Art. 23).

  3. 3

    Fuehren Sie die Folgenabschaetzung (DSFA) durch und holen Sie vor Beginn die vorherige Stellungnahme des Poverenik ein.

  4. 4

    Beschraenken Sie das GPS auf die Arbeitszeit und den Zweck: keine kontinuierliche Ortung.

  5. 5

    Konfigurieren Sie das System verhaeltnismaessig und respektieren Sie das Widerspruchsrecht der Beschaeftigten.

  6. 6

    Bei Systemwechsel: Wenn Sie Ihr Überwachungssystem oder Ihre Software wechseln, aktualisieren Sie die Datenschutzinformation und händigen Sie sie erneut aus und prüfen Sie, ob die nationale Vereinbarung oder Genehmigung zur Fernüberwachung erneuert werden muss. Anbieter (Auftragsverarbeiter), erhobene Daten und Modalitäten ändern sich oft: die zuvor ausgehändigte genügt nicht.

An wen Sie sich wenden

Zuständige Behörde

Poverenik (Garante serbo per l'informazione e la protezione dei dati)

https://www.poverenik.rs/en/o-nama/authority.html

https://www.poverenik.rs/en/o-nama/authority.html

Serbien ist ein Beitrittskandidat ausserhalb der EU mit einem Gesetz (LPDP), das die DSGVO widerspiegelt. Die einzige nationale Behoerde ist der Poverenik; es gibt keine regionale Aufteilung.

Geprüft am 15. Juni 2026

Was Sie riskieren

von 50.000 bis 2.000.000 RSD fuer die juristische Person (etwa 425 - 17.000 Euro)

Es gibt keine spezifische, veroeffentlichte Geldbusse des Poverenik fuer GPS bei Beschaeftigten. Im Jahr 2026 leitete der Poverenik eine ausserordentliche Pruefung von JKP Mediana in Nis ein, das 80 GPS-Geraete an den Muelltonnen installiert hatte, was von den Reinigungskraeften beanstandet wurde, weil dadurch indirekt ihre Bewegungen verfolgt wurden. Das Versaeumnis, die DSFA durchzufuehren oder die Stellungnahme einzuholen, wird mit einer Geldbusse von 50.000 bis 2.000.000 RSD fuer die juristische Person geahndet.

https://n1info.rs/vesti/u-nisu-postavljeni-gps-uredjaji-za-pracenje-kanti-za-djubre-radnici-higijene-se-bune/

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Quellen

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