GPS und Mitarbeiterüberwachung, Land für Land
Gleiches Europa, andere Regeln. Sie schicken ein Team zum Montieren, Reinigen oder Bewachen in ein anderes Land und nehmen an, dass für GPS und Mitarbeiterkontrolle die Regeln von zu Hause gelten. Das tun sie nicht. Jeder Staat hat seine eigenen, und sie gelten dort, wo gearbeitet wird: Wer eine Baustelle im Ausland hat, richtet sich nach den dortigen Regeln, auch wenn die Leute nur auf Montage dort sind. Wählen Sie das Zielland und wir sagen Ihnen, was für die Konformität nötig ist: die Pflichten, das Verfahren, die zuständige Stelle und die Vorlage zum Download.
Mappa: simple-world-map di Fritz Lekschas, CC BY-SA 3.0
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Häufige Fragen
Darf ich GPS nutzen, um mein Team bei der Arbeit im Blick zu behalten?
GPS am Arbeitsplatz ist in fast ganz Europa zulässig, allerdings unter einer Bedingung: Es muss die Arbeit organisieren und belegen, nicht die Person überwachen. Entscheidend ist das Wie. Den Standort beim Einstempeln zu erfassen, also wenn jemand einen Auftrag beginnt und abschließt, ist etwas ganz anderes, als die Person den ganzen Tag in Echtzeit zu verfolgen. Das Erste ist meist unproblematisch, sofern die Unterlagen stimmen; das Zweite fast nie.
Gelten die Regeln meines eigenen Landes oder die des Landes, in das ich das Team schicke?
Es gilt das Land, in dem die Arbeit stattfindet. Wenn Ihr Unternehmen in Irland sitzt, die Baustelle aber in Frankreich liegt, folgen Sie den französischen Regeln, auch wenn das Team nur für zwei Wochen vor Ort ist. Genau deshalb sollten Sie auf dieser Seite zuerst das Zielland auswählen: Die Pflichten verschieben sich von Staat zu Staat, und was zu Hause reicht, kann jenseits der Grenze zu wenig sein.
Brauche ich die Einwilligung der Mitarbeitenden?
Die Einwilligung ist selten der richtige Weg, und das überrascht viele. Im Arbeitsverhältnis gilt eine Einwilligung als nicht freiwillig erteilt, weil wer sie verweigert, Nachteile fürchtet. Deshalb bevorzugen die Aufsichtsbehörden andere Grundlagen: das berechtigte Interesse des Unternehmens oder eine vertragliche Pflicht, gepaart mit einer klaren Datenschutzinformation. In mehreren Ländern braucht es zudem einen Schritt mit der Gewerkschaft oder eine Betriebsvereinbarung, bevor Sie irgendetwas einschalten.
Darf ich den Standort in Echtzeit und den ganzen Tag verfolgen?
Genau das löst die Bußgelder aus. Eine durchgehende Ortung gilt fast überall als unverhältnismäßig: Sie erfassen weit mehr, als Sie brauchen, um Stunden abzurechnen oder einen Auftrag zu belegen. Die praktische Regel lautet, das Minimum zu erheben, also den Standort genau im entscheidenden Moment, und keine Spur, die der Person von morgens bis abends folgt.
Welches Risiko habe ich, wenn ich ein System ohne Rechtskonformität einschalte?
Das hängt vom Land ab, doch DSGVO-Bußgelder erreichen Größenordnungen, die kein kleines Unternehmen sehen möchte, und in einigen Staaten kommen arbeitsrechtliche Folgen hinzu. Das eigentliche Problem ist oft jedoch nicht das Bußgeld: Daten, die auf die falsche Weise erhoben wurden, werden genau dann nutzlos, wenn Sie sie brauchen, in einem Streitfall oder vor einem Kunden, der die Rechnung anficht. Jedes Länderblatt zeigt die tatsächliche Höchststrafe und die belegten Fälle.
Ist GeoTapp ein Überwachungssystem?
Nein, und es wurde gezielt so gebaut, dass es keines ist. Das Werkzeug erfasst den Standort nur beim Einstempeln, wenn jemand einen Auftrag beginnt oder abschließt, niemals durchgehend, und es erstellt die Datenschutzinformation zur Unterschrift. Es dient dazu, zu belegen, was wo getan wurde, nicht dazu, Menschen zu beobachten. Das ist der Unterschied zwischen einem Arbeitsnachweis und einer Leine.