Vor drei Jahren reichte eine Unterschriftenliste. Der Mitarbeiter kam an, schrieb seinen Namen, und der Schichtnachweis war erledigt. Dann kamen die Streitigkeiten, der Auftraggeber, der bestreitet, jemanden gesehen zu haben, der Mitarbeiter, der für einen Kollegen einstempelt, der Einsatzort, der zwei Stunden vor der geplanten Zeit als besucht eingetragen ist. Die Unterschriftenliste reichte nicht mehr. Und so kamen die Apps.
Aber nicht alle Zeiterfassungs-Apps sind gleich. Manche erfassen nur die Uhrzeit. Manche benötigen eine ständige Internetverbindung. Manche nutzen GPS nur als Zusatzinformation, nicht als zertifizierten Nachweis. Wenn Sie eine GPS-Zeiterfassungs-App für Ihr Unternehmen evaluieren, müssen Sie das Folgende verstehen, bevor Sie entscheiden, nicht danach.
Was eine georeferenzierte Zeiterfassung tatsächlich aufzeichnet
Eine ordnungsgemäße georeferenzierte Zeiterfassung ist weit mehr als eine Uhrzeit. In dem Moment, in dem der Mitarbeiter “Schicht beginnen” antippt, erfasst das System gleichzeitig drei Dinge: den genauen Zeitstempel (vom Server zertifiziert, nicht von der Uhr des Telefons), die GPS-Koordinaten des Aufenthaltsorts und die Identität des authentifizierten Benutzers. All das wird an den Server gesendet und kann danach nicht mehr verändert werden.
Wenn diese drei Datenpunkte beim Tippen wirklich zusammenlaufen sollen, kannst du sie zwei Wochen lang mit deinem Team prüfen.
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Test öffnenDer Unterschied zwischen einer normalen Zeiterfassung und einer georeferenzierten liegt genau hier: Der Standort wird im Moment des Ereignisses erfasst, nicht nachträglich manuell eingetragen. Ein Mitarbeiter kann nicht behaupten, auf der Baustelle zu sein, wenn seine Koordinaten zeigen, dass er sich zwanzig Kilometer entfernt befindet. Das ist keine Frage des Misstrauens, sondern des Arbeitszeitgesetzes und der Beweissicherheit bei Streitigkeiten. Details zur Funktionsweise finden Sie auf der Seite GeoTapp TimeTracker.
Drei Fragen, die seriöse Apps von den anderen trennen
Nicht alle als “georeferenziert” vermarkteten Apps nutzen GPS tatsächlich als Beweismittel. Manche zeigen eine Karte als Benutzeroberfläche, aber die Standortdaten sind deklarativ, der Mitarbeiter wählt den Einsatzort aus einer Liste, und das System speichert die Adresse des Standorts, nicht die tatsächliche Position des Telefons. Eine subtile, aber entscheidende Unterscheidung: Bei einem arbeitsrechtlichen Streit oder einer Betriebsprüfung wird genau diese Frage gestellt.
Die erste Frage an jeden Anbieter: Wird die GPS-Position im Moment des Einstempelns vom Gerät erfasst, oder wird sie manuell eingetragen? Wenn die Antwort nicht eindeutig “Ja, vom GPS des Geräts in Echtzeit” lautet, erzeugt diese App keine Beweise im rechtlichen Sinne des Bundesdatenschutzgesetzes oder der DSGVO.
Die zweite: Können Zeiterfassungsdaten nach der Speicherung verändert werden? Ein System, das nachträgliche Korrekturen von Zeiten und Standorten erlaubt, bietet keine Datenintegritätsgarantie. Datensätze müssen nach dem Speichern unveränderlich sein, wie Positionen auf einer Rechnung. Jedes System, das unbegrenzte Nachbearbeitungen erlaubt, kann nicht als glaubwürdiger Nachweis vor dem Arbeitsgericht verwendet werden.
Die dritte: Was passiert ohne Internetverbindung? Ein Mitarbeiter in einer Tiefgarage, einem Keller oder einem Gebäude mit schlechtem Empfang muss auch offline einstempeln können. Die Daten müssen lokal auf dem Gerät gespeichert und synchronisiert werden, sobald die Verbindung zurückkehrt. Wenn die App ohne Internet ausfällt, verlieren Sie bei jedem Netzwerkproblem Datensätze, und das sind immer die Nachweise, die Sie am dringendsten brauchen.






