Schweizer LMV Bau 2026: Reisezeit und Zulagen sauber erfassen
18. Juni 2026 · 3 min
Auf einer Schweizer Baustelle beginnt der Arbeitstag selten dort, wo der Lohn anfängt. Das Team trifft sich im Magazin, lädt auf, fährt eine Stunde zur Baustelle, arbeitet, fährt am Abend zurück. Die Frage, welcher Teil dieses Tages wie zählt, war noch nie ganz einfach. Mit dem neuen Landesmantelvertrag für das Bauhauptgewerbe, der ab dem 1. Januar 2026 gilt, wird sie wieder zum Thema.
Der neue LMV ist kein kleines Update. Er gilt für rund 80 000 Beschäftigte, läuft über sechs Jahre bis Ende 2031 und bringt Neuerungen bei der Arbeitszeit, bei der Reisezeit, bei den Baustellenzulagen und bei den Mindestlöhnen, die stärker an die Teuerung gekoppelt werden. Für einen Baubetrieb heisst das: Die Art, wie ein Arbeitstag in einzelne Kategorien zerfällt, ändert sich, und mit ihr die Art, wie genau man hinschauen muss.
Denn genau das ist der Kern. Wenn Reisezeit anders behandelt wird als Arbeitszeit, und Zulagen an bestimmte Bedingungen geknüpft sind, dann reicht es nicht mehr, am Abend grob eine Tagesstundenzahl zu notieren. Sie müssen wissen, welcher Teil des Tages was war: Anfahrt, Arbeit auf der Baustelle, Rückfahrt. Eine einzige Zahl pro Tag erzählt diese Geschichte nicht.
Hier wird der handschriftliche Rapport zum Problem. Solange ein Tag einfach acht Stunden Arbeit war, genügte ein Zettel. Sobald derselbe Tag in Reisezeit, Arbeitszeit und zulagenberechtigte Abschnitte zerfällt, wird der Zettel zur Fehlerquelle. Eine vergessene halbe Stunde Anfahrt, eine Zulage, die niemand vermerkt hat, und schon stimmt die Lohnabrechnung nicht, mal zum Nachteil des Mitarbeiters, mal zum Ihren.
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Man kann es auch positiv sehen. Der neue LMV verlangt nicht mehr Bürokratie um ihrer selbst willen, er verlangt Genauigkeit. Und Genauigkeit schützt beide Seiten. Der Mitarbeiter bekommt seine Reisezeit und seine Zulagen korrekt vergütet. Der Betrieb kann im Streitfall oder bei einer Kontrolle zeigen, dass abgerechnet wurde, was der Vertrag vorschreibt. Das Problem ist nie die Genauigkeit selbst. Das Problem ist, sie mit einem Zettel erreichen zu wollen.
Den Tag dort erfassen, wo er passiert
Was ein Baubetrieb jetzt braucht, ist eine Erfassung, die den Tag in dem Moment festhält, in dem er abläuft, und nicht abends aus der Erinnerung. Eine, die erkennt, wann das Team auf der Baustelle ankommt und wann es sie verlässt, sodass sich Anfahrt und Arbeitszeit von selbst trennen, statt geschätzt zu werden.
Reisezeit, Arbeitszeit und Zulagen abends aus dem Gedächtnis auf einen Zettel zu schreiben, ist wie ein Rezept nachzukochen, das man nur einmal gehört hat. Etwas kommt schon dabei heraus. Ob es das Richtige ist, weiss man erst, wenn jemand abbeisst.
Die Erfassung, die unterscheidet
GeoTapp ist auf diese Trennung ausgelegt. Mit Geofencing erkennt das System, dass ein Team auf der Baustelle eintrifft und sie wieder verlässt. Ein Tipp zum Starten, ein Tipp zum Beenden, und die Zeit ist geolokalisiert und unveränderbar festgehalten, der Baustelle zugeordnet, getrennt von der Anfahrt. Aus einer einzigen, ungenauen Tageszahl wird eine nachvollziehbare Aufteilung, die der LMV verlangt.
Der neue Landesmantelvertrag gilt sechs Jahre lang, er wird Sie also eine Weile begleiten. Die Frage ist nur, ob Sie ihn mit einem Zettel begleiten oder mit Zahlen, die stimmen. Könnten Sie für letzte Woche sagen, wie viel reine Reisezeit angefallen ist? Wenn nicht, sehen Sie hier, wie sich Arbeitszeit und Reisezeit sauber trennen lassen.
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