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GeoTapp / Ressourcen / Index der Arbeitnehmerüberwachung in Europa

Ressourcen

Index der Arbeitnehmerüberwachung in Europa

Europa behandelt die Überwachung von Mitarbeitern nicht überall gleich. Wir haben 39 Länder danach geordnet, wie streng der Rahmen ist: mehr Pflichten, höherer Index. Spalten anklicken zum Sortieren.

#
Land
Strenge-Index
Pflichten
Höchstbußgeld
1
Albanien
80
4/5
460.000 ALL (rund 4.400 EUR)verwandter Fall, nicht GPS
2
Belarus
70
3/5
bis zu etwa 200 Basiseinheiten (rund 2.600 Euro), zusaetzlich zur moeglichen strafrechtlichen Haftunggesetzlicher Höchstbetrag, kein verhängtes Bußgeld
3
Belgien
70
3/5
45.000 Euroverwandter Fall, nicht GPS
4
Bosnien und Herzegowina
80
4/5
bis zu 40 Millionen BAM oder 4 % des Umsatzes (neues Gesetz im DSGVO-Stil)gesetzlicher Höchstbetrag, kein verhängtes Bußgeld
5
Bulgarien
70
3/5
bis zu 20 Millionen Euro oder 4% des Umsatzes (DSGVO)gesetzlicher Höchstbetrag, kein verhängtes Bußgeld
6
Dänemark
75
4/6
von den Gerichten festgelegt (bis zu 20 Millionen Euro oder 4 % des Umsatzes, Art. 83 DSGVO)gesetzlicher Höchstbetrag, kein verhängtes Bußgeld
7
Deutschland
75
4/6
35,3 Millionen €verwandter Fall, nicht GPS
8
Estland
60
3/5
bis zu 20 Millionen Euro oder 4% des Umsatzes (DSGVO)gesetzlicher Höchstbetrag, kein verhängtes Bußgeld
9
Finnland
70
3/5
25.000 EURaus einem echten GPS-Fall
10
Frankreich
75
4/6
175.000 EURverwandter Fall, nicht GPS
11
Griechenland
83
5/6
2.000 €aus einem echten GPS-Fall
12
Irland
67
4/6
bis zu 20 Millionen Euro oder 4 % des Umsatzes (DSGVO)gesetzlicher Höchstbetrag, kein verhängtes Bußgeld
13
Island
80
4/5
Rechtswidrigkeit festgestellt, ohne Geldbusseaus einem echten GPS-Fall
14
Italien
94
7/8
120.000 EURaus einem echten GPS-Fall
15
Kroatien
70
3/5
bis zu 20 Millionen Euro oder 4% des Umsatzes (DSGVO)gesetzlicher Höchstbetrag, kein verhängtes Bußgeld
16
Lettland
80
4/5
bis zu 20 Millionen Euro oder 4% des Umsatzes (DSGVO)gesetzlicher Höchstbetrag, kein verhängtes Bußgeld
17
Litauen
80
4/5
bis zu 20 Millionen Euro oder 4% des Umsatzes (DSGVO)gesetzlicher Höchstbetrag, kein verhängtes Bußgeld
18
Luxemburg
60
2/5
2.800 €aus einem echten GPS-Fall
19
Malta
80
4/5
bis zu 20 Millionen Euro oder 4% des Umsatzes (DSGVO)gesetzlicher Höchstbetrag, kein verhängtes Bußgeld
20
Moldau
80
4/5
bis zu 2.000.000 MDL (rund 100.000 EUR) oder 2% des Umsatzes nach dem neuen Gesetz 195/2024, in Kraft ab 23. August 2026gesetzlicher Höchstbetrag, kein verhängtes Bußgeld
21
Montenegro
90
4/5
bis zu 20 Millionen Euro oder 4 % des Umsatzes (allgemeines Risiko)gesetzlicher Höchstbetrag, kein verhängtes Bußgeld
22
Niederlande
70
3/5
725.000 EUR (im Widerspruchsverfahren auf 50.000 EUR reduziert)verwandter Fall, nicht GPS
23
Nordmazedonien
80
4/5
bis zu 4% des Jahresumsatzesgesetzlicher Höchstbetrag, kein verhängtes Bußgeld
24
Norwegen
75
4/6
100.000 NOK (etwa 8.500 Euro)aus einem echten GPS-Fall
25
Österreich
60
2/5
Einstellungsanordnung (keine Geldbuße); DSGVO-Risiko von bis zu 20 Millionen Euro oder 4% des Umsatzes (Art. 83)aus einem echten GPS-Fall
26
Polen
80
4/5
rund 266.000 € (1.145.891 PLN)verwandter Fall, nicht GPS
27
Portugal
75
4/6
bis zu 20 Millionen Euro oder 4% des weltweiten Jahresumsatzesgesetzlicher Höchstbetrag, kein verhängtes Bußgeld
28
Rumänien
75
4/6
5.000 €aus einem echten GPS-Fall
29
Schweden
70
3/5
200.000 SEK (rund 17.500 Euro)verwandter Fall, nicht GPS
30
Schweiz
80
4/5
bis zu 250.000 CHF, zulasten der verantwortlichen natuerlichen Person (nicht des Unternehmens), verhaengt durch die kantonalen Gerichtegesetzlicher Höchstbetrag, kein verhängtes Bußgeld
31
Serbien
80
4/5
von 50.000 bis 2.000.000 RSD fuer die juristische Person (etwa 425 - 17.000 Euro)gesetzlicher Höchstbetrag, kein verhängtes Bußgeld
32
Slowakei
70
3/5
40.000 EUR (verwandter Fall, nicht GPS)verwandter Fall, nicht GPS
33
Slowenien
75
4/6
bis zu 20 Millionen Euro oder 4% des Umsatzes (DSGVO)gesetzlicher Höchstbetrag, kein verhängtes Bußgeld
34
Spanien
75
4/6
200.000 €aus einem echten GPS-Fall
35
Tschechien
60
3/5
80.000 CZK (etwa 3.200 Euro)aus einem echten GPS-Fall
36
Ukraine
60
3/5
derzeit moderate Bussgelder (etwa 150 - 380 Euro)gesetzlicher Höchstbetrag, kein verhängtes Bußgeld
37
Ungarn
80
4/5
15.000.000 HUF (etwa 37.500 Euro)verwandter Fall, nicht GPS
38
Vereinigtes Königreich
70
3/5
Anordnung zur Durchsetzung + Verwarnung (kein Bußgeld); UK-GDPR-Risiko von bis zu 17,5 Millionen Pfund oder 4 % des Umsatzesverwandter Fall, nicht GPS
39
Zypern
80
4/5
82.000 EURverwandter Fall, nicht GPS

Wie der Index berechnet wird

Der Index (0-100) misst, wie viele Pflichten zur Mitarbeiterüberwachung in dem Land verbindlich sind: Punktzahl = Pflichten + Hälfte der bedingten, geteilt durch das Gesamt. Höher = strengerer Rahmen für alle, die tracken wollen. Daten aus den quellengeprüften Länderseiten; gemessen wird der Compliance-Aufwand, nicht 'Freiheit'.

Häufige Fragen

Was misst der Index zur Arbeitsplatzüberwachung?

Wie streng der Rahmen jedes Landes bei der Überwachung von Mitarbeitenden ist: die Zahl der verpflichtenden Auflagen, die nötigen Schritte vor dem Einschalten eines Systems und das Gewicht der Strafen. Je höher der Wert, desto mehr müssen Sie in Ordnung bringen, bevor Sie in diesem Land GPS oder irgendeine Personalüberwachung einsetzen.

Bedeutet ein hoher Wert, dass GPS dort verboten ist?

Nein, er bedeutet, dass mehr Sorgfalt nötig ist, nicht dass es untersagt wäre. Fast überall in Europa ist GPS am Arbeitsplatz erlaubt, solange es eingesetzt wird, um die Arbeit zu organisieren und zu belegen, und nicht, um die Person zu beobachten. Ein hoher Index sagt Ihnen nur, dass die Pflichten schwerer wiegen und dass Improvisieren teuer wird.

Woher stammen die Daten der Rangliste?

Aus den 39 Länderdossiers auf der Website, aufgebaut auf nationalem Recht und echten Entscheidungen der Behörden. Die Rangliste verdichtet sie zu einem vergleichbaren Wert; klicken Sie ein Land an und Sie gelangen zum Blatt mit den Pflichten, der zuständigen Behörde und den Quellen.

Warum schneiden Nachbarländer so unterschiedlich ab?

Weil die DSGVO den Rahmen vorgibt, jeder Staat aber seine eigenen Regeln darauflegt, und bei der Überwachung von Mitarbeitenden sind die Unterschiede deutlich: hier ist eine Betriebsvereinbarung nötig, dort genügt eine Datenschutzinformation, anderswo geht die Behörde schärfer vor. Genau deshalb ist es der Fehler, der Bußgelder auslöst, die heimischen Regeln jenseits der Grenze als selbstverständlich anzunehmen.

Wie oft wird er aktualisiert?

Die Blätter tragen das Prüfdatum und werden überarbeitet, wenn sich das Recht ändert oder neue Entscheidungen erscheinen. Dies ist eine informative Ressource, keine Rechtsberatung: Bevor Sie ein System einschalten, lassen Sie Ihre Situation von einer Fachperson prüfen.

Wie nutze ich die Rangliste, wenn ich Teams ins Ausland schicke?

Gehen Sie vom Land aus, in dem sie arbeiten werden, nicht von Ihrem eigenen: Dort gelten die maßgeblichen Regeln. Sehen Sie sich den Wert an, um abzuschätzen, wie viel Arbeit vor Ihnen liegt, öffnen Sie dann das Blatt für die genauen Pflichten und bereiten Sie die Datenschutzinformation vor, die vor der Reise zu unterschreiben ist.

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